Der Künstler Thomas Reimann stellt sich vor

Erstellt: Montag, 24. Oktober 2011 Zuletzt aktualisiert: Samstag, 12. Juli 2014 Geschrieben von Christine Neudeck

Die Natur als unerschöpflicher Ideenfundus für die Kunst

Thomas Reimann bedankt sich bei Margitta Faßl für die Bereitschaft, in Hoyerswerda Park- und Kunstlandschaft zu erhalten und neu zu gestalten. Fenster, die sich auf das Leben öffnen, so hat August Rodin einst die Schöpfungen eines Künstlerkollegen beschrieben. Genau dieser Eindruck entsteht, wenn man Thomas Reimann zuhört, seinen Werdegang als Künstler und Mensch erfährt und seine Kunstwerke betrachtet. Es ist immer etwas sehr Lebendiges, was sich uns öffnet in seinen unzähligen Objekten aus phantasievoll gestaltetem Glas, aus den verschiedensten Steinarten, bei denen “Hartes Weiches bricht“, bei Arbeiten mit Edelstahl, Kupfer oder Bronze.
Vom Spiel der Gegensätze
Von diesem Spiel der Gegensätze ist in den meisten seiner Schöpfungen etwas zu spüren, sogar in seinem Design für Gebrauchsgläser, die oft einen sehr handfesten erdverbundenen Sockel haben, über denen hauchdünne Trinkschalen zu schweben scheinen. Dieser lebendige Ausdruck seiner Kunst zeigt sich besonders bei Kindern, die seine Objekte regelrecht benutzen, zum Setzen oder zum Berühren, ein Drang, den auch Erwachsene sofort verspüren, wenn sie den rauen oder geschliffenen Oberflächen von Stein oder faszinierend farbigem Glas gegenüberstehen. Bei allen Arbeiten scheint er die unbelebte Natur mit der belebten Eine Skulptur aus Sandstein von Thomas Reimann Natur phantasievoll zu vereinen.
Inzwischen ist Thomas Reimann auch in Hoyerswerda kein Unbekannter mehr, er ist der Schöpfer des Paradies-Domino mit Adam und Eva an der Südstraße, der Gestalter des Konrad-Zuse-Hauses mit dem Laptoper und er schuf die Balkone in der Virchowstraße, an denen eine Vielzahl von „Entdeckern zu entdecken“ ist.
Für das Brigitte-Reimann-Denkzeichen, das im neuen Zentralpark von Hoyerswerda entstehen soll, wird er das Geschriebene von Brigitte Reimann materiell sichtbar machen: der Körper wird geformt aus Lehm, dem Urstoff der Erde; vielfältig wie das Leben werden die Steine in warmen rotbraunen Tönen gebrannt, Kopf und Zopf aus Edelstahl übertragen sichtbar die Gedanken vom Kopf ins Wasser und zur Erde, was bereits in den Wasserflächen mit Zitaten von Brigitte Reimann zu lesen ist. In den polierten Flächen des Stahls spiegeln sich Wolken und Himmel. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass alle Spender in einem der gebrannten Steine ihren Namen wiederfinden können und so ein Bildwerk entsteht, mit dem die „Stifter“ im wahrsten Sinn des Wortes eng verbunden sind.
Alles über Spenden
Der neue Zentralpark in Hoyerswerda mit dem virtuellen Denkzeichen für Brigitte Reimann Denn Gestalt annehmen wird das Denkzeichen erst, wenn alle benötigten Mittel aus Spenden vorhanden sind. Wie der Künstler Thomas Reimann die Ideen beginnt und „weiterdenkt“ bis zum endgültigen Entwurf präsentierte er beim Kunstverein. eine Computeranimation zeigt, wie sich die Figur "Die große Liegende", das Brigitte-Reimann-Denkzeichen, in den Zentralpark der Hoyerswerdaer Neustadt einfügen könnte.  

Mit freundlicher Genehmigung vom Hoyerswerdaer Tageblatt der Sächsischen Zeitung, gedruckt am 24.10.2011.

  


 

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