Exkursion des Hoyerswerdaer Kunstvereins nach Dresden zu den Elbhangschlössern

Erstellt: Samstag, 13. April 2019 Zuletzt aktualisiert: Montag, 29. April 2019 Geschrieben von Christine Neudeck

Der Balkon Dresdens

Blick von der Dach-Terrasse am Lingner-Schloss auf die Stadt Dresden Exkursion des Hoyerswerdaer Kunstvereins nach Dresden zu den Elbhangschlössern

Eine Exkursion führte den Hoyerswerdaer Kunstverein zum "Balkon von Dresden", das ist der Elbhang auf der rechten Flussseite, von dem man einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt Dresden hat, gelegen in einer sanften Biegung der Elbe, so dass sich flussauf- und flussabwärts eine freie Sicht auf die Elbe bietet und gleichzeitig vom dem anderen Flussufer die markanten Türme der Stadt grüßen. Dieses Gebiet erwarben nach dem 30-jährigen Krieg zwei Dresdener Hofbeamte und legten hier Weinberge an, beste Hanglage, nach Süden ausgerichtet. Um 1800 ging der Besitz an den schottischen Earl of Findlater über und ist noch heute als Findlaters Weinberg bekannt. Sachsen hatte unter den Wirren der 1848er Jahre schwer zu leiden und verkaufte deshalb den riesigen Weinberg an den preußischen Hof. Hier entstanden von 1850 bis 1861 die drei Elbschlösser im Stil Preußens. Wie es dazu kam, hatte Manfred Pilz bei einem Vortrag in Hoyerswerda erzählt und ist auf der Seite des Kunstvereins nachzulesen: "Die Schlösser am Elbhang - ein Vortrag von Manfred Pilz".
Jedes Schloss hat im Laufe der Geschichte die Besitzer mehrfach gewechselt, Änderung von Architektur und Parkgestaltung blieben nicht aus.
Schloss Albrechtsberg kann heute besichtigt werden, die Räume werden für vielfältige Kulturveranstaltungen genutzt. Architektur und Innenraumgetaltung sind bis auf das Mobiliar weitgehend erhalten.
Das ehemalige Schloss Stockhausen, heute Lingner-Schloss, erfuhr im Lauf der Jahrhunderte die meisten Eingriffe, ein Förderverein bemüht sich mit viel Engagement um die Gestaltung von Schloss und Park wie zu Zeiten Lingners, bietet viele Räume auch zur privaten Nutzung für Festlichkeiten an, initiiert Ausstellungen, Konzerte und Filmvorführungen, ganz im Sinn von Karl August Lingner, dass das Schloss ein Schloss für alle sein soll.
Das dritte Schloss, Schloss Eckberg, hatte sich der Großkaufmann Johann Daniel Souchay im Tudorstil bauen lassen, umgeben von einem außergewöhnlich schönen Park. Häufiger Besitzerwechsel folgte. Nach dem 2. Weltkrieg war das Schloss Studentenwohnheim, Gewerkschaftsschule und Fertigungsstätte, ab 1980 ein Hotel des Jugendtourist-Reiseverbandes der DDR. Nach 1990 erfolgte die Rückübertragung an die letzten Besitzer, die Familie Mayenburg, heute ist es ein Luxushotel.
Bei Führungen durch Schloss Albrechtsberg und Lingner-Schloss konnten die Teilnehmer der Exkursion ihr Wissen vertiefen, die Schlösser und Parks bewundern und, wie es sich in einem Weinberg gehört, in einer "Straußwirtschaft" einen Imbiss einnehmen. Junge Winzer betreiben hier wieder Weinbau mit "resistenten Pflanzen", was über einen Zeitraum von 70 Jahren ab 1907 wegen der Reblaus nicht gestattet war.
Dank an Manfred Pilz, er hatte die Schloss-Besichtigungen mit kundigen Führern organisiert und hätte die Gäste noch gern selbst durch den Park am Schloss Eckberg geführt, was leider nicht zustande kam.

Spaziergang zum Schloss Albrechtsberg Kronensaal im Schloss Albrechtsberg Führung durch das Schloss Albrechtsberg

 

 

 

 

Treppenhaus im Schloss Albrechtsberg   Kino-Saal im Lingner-Schloss

 

 

 

 

Eingang zum Lingner-Schloss mit der Werbung für den "Odolkönig" Karl August Lingner Schloss Eckberg mit Blick auf das "Blaue Wunder" und die Wachwitzer Höhen   Blick vom Lingner-Schloss auf die Elbe  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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