Horst Schlossar – ein fast unbekannter Schüler von Otto Dix

Erstellt: Mittwoch, 14. Januar 2015 Zuletzt aktualisiert: Montag, 26. Januar 2015 Geschrieben von Martin Schmidt

Horst Schlossar – ein fast unbekannter Schüler von Otto Dix

Jurij Wuschansky Am Mittwoch, dem 28. Januar 2015, laden wir um 19 Uhr zu einem Lichtbilder-Vortrag von Jurij Wuschansky ein. Im Schloß Hoyerswerda stellt er den Maler Horst Schlossar (1903 -1964) vor, einen Meisterschüler von Otto Dix in Dresden und aktives Mitglied des Arbeitskreises sorbischer bildender Künstler. Horst Schlossar, 1903 in Dresden geboren, besuchte dort auch die Schule. Sein Vater war Porzellanmaler, bei ihm lernte er diesen Beruf bereits als Kind kennen. Seine Mutter stammte aus einer sorbischen Familie der Oberlausitz. Horst Schlosser erlernte den Beruf eines Drehers, wechselte dann jedoch zur Porzellanmalerei und studierte nach entsprechenden Vorbereitungen von 1927- 34 an der Akademie der bildenden Künste Dresde Malerei bei den Professoren Richard Müller und Otto Dix. Horst Schlosser war Meisterschüler bei Otto Dix, bis 1933 die Nationalsozialisten diesen aus Dresden vertrieben. Bis 1933 war Horst Schlosser an allen wichtigen Ausstellungen beteiligt. Der Einfluss dieses Lehrers blieb bis in sein Spätwerk erkennbar. Während des Nationalsozialismus schloss er Freundschaft mit dem Musiklehrer, Chorleiter und Komponisten Bjarnat Krawc/Bernhard Schneider, der in Dresden tätig war.1938 dienstverpflichtet, wurde er 1942 zur Wehrmacht eingezogen. Beim Bombenangriff auf Dresden wurden sein Atelier und damit sein bisheriges malerisches Werk zerstört. Nach der Rückkehr aus der amerikanischen Gefangenschaft baute er sich gemeinsam mit Lea und Hans Grundig, mit Eva Schulze -Knabe eine neue Existenz in Dresden auf. 1949 trat dem Arbeitskreis sorbischer bildender Künstler bei und wurde dessen stellvertretender Vorsitzender. In Rammenau schloss er sich einer Künstlergemeinschaft an und leitete Malzirkel an. Es entstanden zahlreiche Gruppenbilder von Besuchen im Atelier, vorn Exkursionen, allem auch zur Baustelle Schwarze Pumpe. Die Kleine Galerie Hoyerswerda des Freundeskreises der Künste präsentierte 1978/79 das Werk des Malers als Zeugnis einer bewegten Zeit. Jurij Wuschansky wird in seinem Vortrag den Maler Horst Schlossar, den heute fast unbekannten Schüler von Otto Dix vorstellen. Zu diesem Vortrag sind alle Freunde der bildenden Kunst des 20. Jahrhundert und der sorbischen Traditionen herzlich willkommen. Martin Schmidt

Horst Schlossar: Sorbische Mutter mit Enkel

  Horst Schlossar: Selbstbildnis

 

 

 

 

 

 

 

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