Kunstverein Hoyerswerda

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Kunstverein Hoyerswerda

Erich Busse, Dresden, spricht anhand von deren Bildern über “ Religiös motivierten Widerstand von Künstlern in der Hitlerzeit“.

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Kunst und Künstler im Widerstand

Erich Busse 2011 beim Kunstverein HoyerswerdaSehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde, 
Bilder, Skulpturen, Zeichnungen von Ernst Barlach, Käthe Kollwitz, Otto Dix, John Heartfield und anderen Künstlern jener Zeit beschäftigen am Mittwoch, dem 1. Februar 2012, um 19 Uhr den Hoyerswerdaer Kunstverein. Erich Busse, Dresden, spricht anhand von deren Bildern im Schloss Hoyerswerda über “Religiös motivierten Widerstand von Künstlern in der Hitlerzeit“. 
Ernst Barlachs „Schwebender Engel“; „Mutter und Sohn - Pieta“ von Käthe Kollwitz, das Relief „Im Schatten seiner Hände“ – auf ihrem Grabstein, Fotomontagen von John Heartfield wie „Millionen stehen hinter mir“, Otto Dix „Die sieben Todsünden“, Lithographien zum Matthäus Evangelium sollten Menschen aufrütteln, Hass , Fremdenfeindlichkeit, Gewalt und Krieg zu meiden. Die Künstler wurden in der Hitlerzeit verfolgt, ihre Bilder verboten. Sie sind bis heute aktuelle, bewundernswerte Kunstwerke , die auf christlichem Glaubensgut gründen.
Erich Busse lässt die Bilder betrachten, spricht zu den Lebensläufen der Künstler und deren Gefährdung während des Nationalsozialismus. Er lädt zum Gespräch, zum Gedankenaustausch ein. Pfarrer Erich Busse folgt seinem Grundsatz: „Kultur braucht Gedankenaustausch, bietet gegenseitige Anregung, braucht Frieden, schafft Werte. Kriege und Kriegstreiber brauchen die Abgrenzung, das einfache Weltbild. Kriege zerstören seelische, materielle und imaterielle Werte.“
Seit seinem Abitur 1968 ist der Theologe in der Aktion Sühnezeichen, vor allem im Austausch mit unseren polnischen Nachbarn aktiv. Für „langjähriges und erfolgreiches Wirken für die polnisch-deutsche Versöhnung und die evangelisch-katholische Annäherung “ wurde ihm im Dezember 2011 in Warschau der „Nagroda imiena swietego Brata Alberta – Heiliger-Albert-Preis“ verliehen. Vor ihm erhielten diese Auszeichnung u.a. Lech Walesa, der Filmregisseur Krzysztof Zanussi, der Komponist Krzysztof Penderecki.
Der Vortrag wird zu einem Streifzug durch die Kunstepochen des 20. Jahrhunderts und zu deren Grundlagen und Zielen.
Ihr Martin Schmidt

und anderen Künstlern jener Zeit beschäftigen am
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 25. Januar 2012 um 06:54 Uhr
 

Hommage an Georg Trakl zum 125. Geburtstag mit Jost Hasselhorn und Angelika Leonhardi. Alejandro Leon Pellegrin begleitet musikalisch.

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„Wenn die Glocken Frieden läuten“ - Hommage an Georg Trakl zum 125. Geburtstag

Alejandro Leon Pellegrin, ChileSehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,
„Am Abend, wenn die Glocken Frieden läuten,/Folg ich der Vögel wundervollen Flügen“, mit diesem Gedicht beginnt die Matinee am Sonntag, dem 5. Februar 2012, um 11.15 Uhr im Schloss Hoyerswerda anlässlich des 125. Geburtstags des Dichters Georg Trakl.
Georg Trakl wurde am 3. Februar 1887 in Salzburg geboren und starb mit 27 Jahren am 4. November 1914 in Krakau. Er begann als Schüler zu schreiben. 1906 wurden ohne sonderliches Echo zwei Theaterstücke aufgeführt, seit 1908 publizierte er dagegen Gedichte mit wachsendem Erfolg in Zeitschriften. 1913 erschien ein erster Gedichtband in Leipzig. Ein Jahr später im ersten Weltkrieg sollte er bei der Schlacht von Grodek allein 100 Schwerverletzten helfen, erlitt aus Verzweiflung einen Nervenzusammenbruch und starb wenig später im Lazarett. Im Gedicht „Grodek“ schilderte er sein Entsetzen .1915 erschien die von ihm noch zusammengestellte Gedicht-Sammlung „Sebastian im Traum“. Karl Kraus, der strenge Kritiker, Else Lasker-Schüler und Oskar Kokoschka zählten zu seinen Gesprächspartner. Zwanzig Komponisten vertonten seine Werke, darunter Hanns Eisler, Paul Hindemith und Hans Werner Henze. Seit 1952 wird in Salzburg der Georg-Trakl-Preis vergeben. “Gewaltig endet so das Jahr / Mit goldnem Wein und Frucht der Gärten. / Rund schweigen Wälder wunderbar / Und sind des Einsamen Gefährten.“
Jost Hasselhorn gestaltete für die Frauenkirche Dresden diese Hommage, die er und Angelika Leonhardi bei uns zuerst vortragen. Alejandro Leon Pellegrin, Gitarrist, Sänger, Bassist, Komponist, Leiter der Gruppe CAMINHO begleitet sie. Er wurde 1971 in Autofagasta (Chile) geboren und an der Musikhochschule Dresden ausgebildet. Die Tango-Oper „Maria de Buenos Aires“ gestaltete der Künstler mit, schuf die Musik zum Dokumentarfilm „Unterwegs nach Ithaka“. Gastspiele führten ihn von Deutschland in die Schweiz, nach Italien und Österreich. Für Alejandro Leon und seine Gruppen gilt „Spaß am Improvisieren und Arrangieren, die Liebe zu Latin- und Weltmusik“, heißt es im Internet. Seine Musik ist facetten- und nuancenreich. Davon wird er bei dieser Matinee zu Ehren Georg Trakls überzeugen.
Ihr Martin Schmidt

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 25. Januar 2012 um 06:57 Uhr
 

Neues vom Denkzeichen für Brigitte Reimann im Zentralpark Hoyerswerda

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Werbung im neuen Zentralpark für das Brigitte-Reimann-Denkzeichen

Werbetafel für Reimann-Denkzeichen mit Blick zum Zuse-Tower

Mit Blick zum Lausitz-Center

Eine kleine Vorstellung von dem, wie das Brigitte-Reimann-Denkzeichen einmal aussehen soll, ist jetzt im neuen Zentralpark in Hoyerswerda an dem vorgesehenen späteren Standort zu bewundern. Von der Fa. Siegel-Werbung aus Lauta wurde diese schöne "Werbetafel" gespendet und aufgestellt. Dafür gilt den "Stiftern" ein besonders herzlicher Dank des Kunstvereins und sicher auch ein Dank vieler Bürger unserer Stadt. Die Stadt gewinnt dadurch Individualität und etwas von dem, was in mittelalterlichen Städten Charme und Bürgerstolz ausmachte. Bleibt zu hoffen, dass ähnliche Denkzeichen auch für andere wichtige Persönlichkeiten dieser Stadt entstehen. 

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 15. November 2011 um 20:13 Uhr
 

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