Vortrag von Professor Stosiek: Menschenwürde am Ende des Lebens
Geschrieben von Martin Schmidt
13. Mai 2013
Menschenwürde am Ende des Lebens
Am Mittwoch, dem 29. Mai 2013, 19:00 Uhr lädt der Hoyerswerdaer Kunstverein zu einem weiteren Gespräch mit Professor Dr. med. Peter Stosiek in das Schloss Hoyerswerda ein. Unser Gast schreibt zum Anliegen seines Vortrags: “Nachdem wir in einer ersten Vorlesung im Frühjahr vorigen Jahres über die Menschenwürde am Beginn des Lebens im Konflikt zwischen Geboten des Glaubens und Möglichkeiten der Wissenschaft nachgedacht haben (Gott oder Medizin?), soll eine Fortsetzung dem Ende des Lebens gelten. Erste Überlegungen sollen versuchen, den allgemeinen Begriff der Würde näher einzugrenzen, wobei durchaus verschiedene hermeneutische Sichtweisen möglich sind. Danach werden spezielle Aspekte der Terminalphase unter Berücksichtigung der Menschenwürde besprochen, wobei 1. neue gesetzliche Bestimmungen, 2. moderne medizinische Gesichtspunkte und 3. gewandelte ethische Sichtweisen eine oft konfliktreiche Rolle spielen.“ Dem Vortrag schließt sich ein Gedankenaustausch mit Professor Dr. Stosiek an. Peter Stosiek wuchs nach der Flucht seiner Eltern aus Oberschlesien in Jauernick bei Görlitz auf, legte sein Abitur in Reichenbach ab und studierte von 1955-1960 in Halle/Saale Medizin. Sein Vater war Landarzt in der Region Görlitz. Bereits früh folgte er seinem Grundsatz „wenn man keine Fragen mehr hat, ist man tot.“ Diese Haltung führte ihn 1960 in den Arbeitskreis Halle, einer katholischen Basisgruppe, in der Fragen von Gesellschaft und Kirche diskutiert wurden. Seine Fragen, die er auch in Briefen an die zuständigen Verantwortlichen in der DDR richtete, waren weder beliebt, noch wurden sie beantwortet. Professor Stosiek veröffentlichte sie 1999 in dem Buch „Unbeantwortete Briefe“. Seit 1975 lebt er in Görlitz, engagierte sich im Neuen Forum, hält Vorträge, musiziert am Klavier und als Organist in der Kirche St. Hedwig. Als Mediziner setzte er sich für die Ausrüstung von Laboratorien und von medizinischen Diensten in der Republik Armenien ein. „Eine Gesellschaft, die mitmenschliche Liebe fördert, muss für den Christenmenschen vor der Realisierung von Freiheitswerten rangieren,“ schrieb Peter Stosiek im Februar 2012. Zu diesem Gespräch sind alle Diskussions- und Fragefreudigen herzlich willkommen. Martin Schmidt
Diese Haltung führte ihn 1960 in den Arbeitskreis Halle, einer katholischen Basisgruppe, in der Fragen von Gesellschaft und Kirche diskutiert wurden. Seine Fragen, die er auch in Briefen an die zuständigen Verantwortlichen in der DDR richtete, waren weder beliebt, noch wurden sie beantwortet. Professor Stosiek veröffentlichte sie 1999 in dem Buch „Unbeantwortete Briefe“. Seit 1975 lebt er in Görlitz, engagierte sich im Neuen Forum, hält Vorträge, musiziert am Klavier und als Organist in der Kirche St. Hedwig. Als Mediziner setzte er sich für die Ausrüstung von Laboratorien und von medizinischen Diensten in der Republik Armenien ein. „Eine Gesellschaft, die mitmenschliche Liebe fördert, muss für den Christenmenschen vor der Realisierung von Freiheitswerten rangieren,“ schrieb Peter Stosiek im Februar 2012. Zu diesem Gespräch sind alle Diskussions- und Fragefreudigen herzlich willkommen. Martin Schmidt Diese Haltung führte ihn 1960 in den Arbeitskreis Halle, einer katholischen Basisgruppe, in der Fragen von Gesellschaft und Kirche diskutiert wurden. Seine Fragen, die er auch in Briefen an die zuständigen Verantwortlichen in der DDR richtete, waren weder beliebt, noch wurden sie beantwortet. Professor Stosiek veröffentlichte sie 1999 in dem Buch „Unbeantwortete Briefe“. Seit 1975 lebt er in Görlitz, engagierte sich im Neuen Forum, hält Vorträge, musiziert am Klavier und als Organist in der Kirche St. Hedwig. Als Mediziner setzte er sich für die Ausrüstung von Laboratorien und von medizinischen Diensten in der Republik Armenien ein. „Eine Gesellschaft, die mitmenschliche Liebe fördert, muss für den Christenmenschen vor der Realisierung von Freiheitswerten rangieren,“ schrieb Peter Stosiek im Februar 2012. Zu diesem Gespräch sind alle Diskussions- und Fragefreudigen herzlich willkommen. Martin Schmidt
Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 18. Mai 2013 um 19:41 Uhr
Wer war Machbuba? Das Geheimnis von drei Frauen um Fürst Pückler
Geschrieben von Martin Schmidt
23. Mai 2013
Wer war Machbuba? Das Geheimnis von drei Frauen um Fürst Pückler
Hermann Fürst von Pückler-Muskau schenkte der Lausitz zwei der schönsten Landschaftsparks. Doch ebenso reich an Überraschungen wie seine Reiseberichte sind seine Partnerschaften mit bekannten und berühmten Frauen seiner Zeit. Am Donnerstag, dem 06. Juni 2013, um 19 Uhr werden Volkmar Herold und Christian Friedrich, Historiker der Stiftung Fürst-Pückler Branitz und Partner des Kunstvereins, am Kamin im Schloss Hoyerswerda mit Bildern und Texten manches Geheimnis lüften, das den Fürsten mit Klementine Gräfin von Pückler-Muskau, mit der Machbuba und mit Ludmilla Assing verband. Grundlage sind Ergebnisse ihrer eigenen Forschungen. Sie fördern immer wieder neue Aspekte, überraschende Erkenntnisse und interessante Charakterzüge des reisenden Gartenfürsten zu Tage. Die beiden Historiker, die seinen Spuren folgen, erklären: „Klar ist, er war ein schöner Mann und noch im Alter überaus vital. Klar ist auch, dass er die Frauen wie ein Kavalier behandelte, mit ihnen flirtete und sie mit seinem Charme eroberte. Auch bei diesem Vortrag wird der Pückler-Leitspruch sich beweisen: Bei mir heißt es nicht, was werden die Leute davon sagen? Sondern ‚Werden auch die Leute etwas davon sagen‘?“Klementine Gräfin von Pückler-Muskau war seine halbfranzösische Mutter, die ihn mit 15 Jahren zur Welt brachte. Beide verband ihr Leben lang kein übliches Mutter-Sohn-Verhältnis. Davon wird viel Spannendes zu hören sein. Die beinahe Sagen umwobene Äthiopierin Machbuba, hatte Pückler bei seiner Ägyptenreise 1837 auf dem Sklavenmarkt in Kairo käuflich erworben. Ihr Alter liegt im Ungewissen, sie folgte ihm als Pflegtochter –Reisebegleiterin – Dienerin - Geliebte durch Europa bis nach Muskau. Dort starb sie 1840. Ihr Grab kann seither besucht werden. Ob die „schwarze Perle“, wie Pückler sie nannte, eine äthiopische Fürstentochter, ob eine angenommene Tochter des Fürsten selbst war, stand bereits zu Lebzeiten der beiden in Frage. Das betrübte den Fürsten sehr, wie werden mehr von der Wahrheit erfahren. Ludmilla Assing, stammte aus der berühmten Familie deren von Varnhagen, deren Sammlung sie erbte und betreute. Sie schrieb bereits 1873/74 eine zweibändige Biographie des Fürsten Pückler und gab dessen Nachlass in acht Bänden „Briefwechsel und Tagebücher des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau“ 1873-76 heraus. Seither ist sie eine Kronzeugin der Pückler-Forschung. Im Vortrag wird über ihr Verhältnis zu Fürst Pückler, zu gemeinsamen Erlebnissen und zu Geschehnissen ihrer Zeit, die eine durchaus bewegte genannt werden kann, vieles zu hören sein. Zu diesem durchaus vergnüglichen und Kenntnisreichen Spaziergang an der Seite eines Mannes, der zu einer Symbolfigur des 19. Jahrhunderts wurde, sind alle an Geschichte und der Lausitz Interessierten herzlich willkommen. Martin Schmidt
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 23. Mai 2013 um 10:31 Uhr
Saskia Walker- In Moskau und Sibirien auf den Spuren Brigitte Reimanns
Geschrieben von Martin Schmidt
23. Mai 2013
In Moskau und Sibirien auf den Spuren Brigitte Reimanns: Die Berliner Filmdokumentaristin Saskia Walker im Gespräch zu einem neuen Film
Brigitte Reimanns Reise nach Sibirien begann in Hoyerswerda und endete hier. Ihr Reportage von Land und Leuten berichtet daher auch vom Hoyerswerda der sechziger Jahre. Am Donnerstag, dem 13. Juni 2013, um 19 Uhr lädt der Hoyerswerdaer Kunstverein mit der Berliner Filmdokumentaristin Saskia Walker ins Schloss Hoyerswerda ein, den Spuren der Autorin zu folgen. Die Filmemacherin studierte nicht nur in Moskau Kunst und Russisch, sondern reiste kürzlich mit dem Buch "Das grüne Licht der Steppen" in der Hand, davon wird sie mit Bildern von damals und heute berichten. Dazu gehören auch Begegnungen Alexej Martschuk, dem Ingenieur am Bratsker Staudamm und Tatjana Samoilowa, die Darstellerin „Die Kraniche ziehen“ und „Anna Karenina“ und anderen. 1964 reiste die Schriftstellerin mit einer FDJ-Delegation nach Moskau und Sibirien. Die Tour führte außer Moskau nach Irkutsk, Nowosibirsk, Bratsk, Shelesnogorsk, Omsk, Zelinograd und ans Ufer des Baikal. In der Reportage „Das grüne Licht der Steppen“ beschrieb sie aufmerksam das Landschaft und die Städte. Viele Menschen die ihr begegneten – wie der Ingenieur und Sänger Martschuk am Staudamm von Bratsk, die Reiseleiterin Nadja und andere Leute – eroberten ihr Herz. Selbst heute fesselt ihr frischer, offener, nachdenklicher wie begeisterter Ton die Leser, wie Neuauflagen des Buches beweisen. Saskia Walker studierte Kunstgeschichte, Französisch und Russisch in Paris, Freiburg, Moskau und Berlin .Sie arbeitet an Spielfilmen mit, schuf mehrere Dokumentarfilme über Uwe Johnson, den Komponisten Bernd Alois Zimmermann u.a. Brigitte Reimanns Bericht, der zuerst in der Studentenzeitung „Forum“ und dann als Buch in immer neuen Auflagen mit Fotos von Thomas Billhardt erschien, verlockte sie, die Stätten und Personen zu besuchen, denen Brigitte Reimann vor nahezu 50 Jahren begegnete und von ihnen erzählt. In einem Gespräch mit dem Vorsitzenden des Kunstvereins wird die Filmemacherin von „BRIGITTE REIMANN oder ALLES WAR ZUKUNFT oder KOMANDIROWKA“ berichten, von der Vergangenheit im Jahr 1964, von dem Fotografen Thomas Billhardt, dessen Fotos das Buch schmücken. Sie wird über die Sowjetunion einst und vom Rußland heute erzählen und sich den Fragen der Besucher stellen. Dazu sind alle Reise- und Kulturfreudigen wie auch alle Rußland – und Reimann-Freunde herzlich willkommen. Martin Schmidt
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 23. Mai 2013 um 10:33 Uhr
Das Brigitte-Reimann-Jahr in Hoyerswerda
Geschrieben von Kunstverein
10. Februar 2013
Brigitte - Reimann - Jahr, was bisher geschah.
Brigitte Reimann wurde am 21.07.1933 geboren und starb am 20.02.1973. Aus diesem Grund wird sie 2013 mit einem Reimann-Jahr gewürdigt. In diesem Video sind Briefe und Tagebuch-Eintragungen der Schriftstellerin zu hören, die sie in Burg, Hoyerswerda und Neubrandenburg schrieb, den Wohnorten ihres kurzen Lebens. Der Hoyerswerdaer Kunstverein sammelte aus Anlass des 40. Todestages und des 80. Geburtstages von Brigitte Reimann Spenden für ein "Denkzeichen", das im Juli 2013 im neuen Zentralpark von Hoyerswerda eingeweiht werden soll. Bildhauer Thomas Reimann aus Dresden gestaltet eine Skulptur, deren Entstehung interessiert verfolgt wird. Weitere Videos zum Thema
Das Reimann-Jahr 2013 in Hoyerswerda bis zur Errichtung eines Denkzeichens für Brigitte-Reimann am 21. Juli 2013
Im Jahr 2013 jährt sich der Todestag von Brigitte Reimann zum 40. und der Geburtstag zum 80. Mal. Ihr zu Ehren wird im neuen Zentralpark von Hoyerswerda ein Denkzeichen errichtet. Eine kleine Vorstellung von dem, wie diese Denkzeichen einmal aussehen soll, ist an dem vorgesehenen Standort bereits zu bewundern. Von der Fa. Siegel-Werbung aus Lauta wurde diese schöne "Werbetafel" gespendet und aufgestellt. Die Stadt gewinnt dadurch Individualität und etwas von dem, was in mittelalterlichen Städten Charme und Bürgerstolz ausmachte. Bleibt zu hoffen, dass ähnliche Denkzeichen auch für andere wichtige Persönlichkeiten dieser Stadt entstehen. Vorgesehen ist die Einweihung des Brigitte-Reimann-Denkzeichen am 21.Juli 2013 . Alle Veranstaltungen zu Brigitte Reimann und Maxie Wander, deren Todestag im Januar 2013 sich ebenfalls zum 80. Mal jährte, sind im Veranstaltungsplan zu finden und werden zeitnah aktualisiert.
Spendenkonto: Ostsächsische Sparkasse Dresden, Kto. 3000101003, BLZ 85050300 Kennwort: „Reimannzeichen“ Gemeinnützig: Steuernummer 213/140/00207. Eine Spendenquittung wird auf Wunsch erstellt.
Spende für das Reimann-Denkzeichen
Am 22.01.2013 wurde im Schloss Hoyerswerda feierlich eine größere Spende der Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda für das Reimann-Denkzeichen übergeben. In diesem Zusasmmenhang konnte auch der Auftrag an den Dresdner Künstler Thomas Reimann erteilt werden, damit das Denkeichen rechtzeitig zum 80. Geburtstag von Brigitte Reimann am 21.Juli 2013 eingweiht werden kann.
Grußwort des Oberbürgermeisters der Stadt Hoyerswerda, Herrn Stefan Skora, anlässlich der Spendenübergabe der Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda mbH an den Kunstverein zur Schaffung eines Kunstwerk zur Ehrung für die Schriftstellerin Brigitte Reimann
Es gilt das gesprochene Wort - „Was bleibt von mir? Ein Dutzend Entwürfe und Ideenskizzen und die Zeichnungen mit meinem Namen, rechts in der Ecke [……], erinnern nur an einen Namen, an eine gewisse Linkerhand, die war ganz begabt…“, so lässt Brigitte Reimann ihre Franziska im Hoyerswerda-Roman „Franziska Linkerhand“ in die Zukunft denken. - in diesem Rahmen muss ich nicht auf den autobiografischen Gehalt dieses Romans hinweisen - sie wissen alle selbst, mit wie viel Hoffnung Brigitte Reimann nach Hoyerswerda kam, und Sie wissen auch, wie widersprüchlich sich das Verhältnis Brigitte Reimanns zu ihrer/zu unserer Stadt
Hoyerswerda entwickelte. - im Juli würde Brigitte Reimann ihren 80. Geburtstag begehen und sie würde erstaunt sein, was von ihr geblieben ist – und was in Zukunft noch bleiben wird, es ist weit mehr als ein Namenszug rechts in der Ecke - die Schriftstellerin ist für viele Hoyerswerdaer unvergessen - mit Stolz haben die Mitglieder des Kunstvereins registriert, dass der Roman „Franziska Linkerhand“ derzeit in englischen Spreche in Indien erschienen ist; das Buch liegt ebenfalls in guten Buchhandlungen in Italien und Spanien, - Brigitte Reimann ist somit eine hervorragende Hoyerswerdaer Botschafterin geworden - in unserer Stadt wurde eine Straße nach ihr benannt, anlässlich ihres 70. Geburtstages erhielt unsere Bibliothek ihren Namen, in einer Gedenkstätte wurde ihre Wohnung nachempfunden, sie kann als Studienort genutzt werden, - dem Hoyerswerdaer Kunstverein und insbesondere dem Ehepaar Schmidt und Frau Potowski verdanken wir zahlreiche gut besuchte Brigitte-Reimann-Spaziergänge - zahlreiche Diplomarbeiten junger Germanisten wurden zum Thema geschrieben, - unsere Gymnasiasten nähern sich der Schriftstellerin auf vielfältige künstlerische Weise im Brigitte-Reimann-Wettbewerb - die Schriftstellerin ist in Hoyerswerda unvergessen, viele Ideen ihrer „Franziska“ sind inzwischen dank des Engagements des Hoyerswerdaer Kunstvereins und vieler Reimann–Liebhaber in die Tat umgesetzt - heute ist ein besonderer Tag, durch die Übergabe einer großzügigen Spende wird es möglich, dem Dresdner Bildhauer Thomas Reimann den Auftrag zu erteilen, seine Skulptur zur Erinnerung an Brigitte Reimann zu erschaffen, - „Große Liegende“ wird sie heißen und sie wird in dem von der Linkerhand so sehr herbeigewünschten Park, unserem Zentralpark, ihren Platz finden - das wird möglich dank der rund 250 Spender und Sponsoren, von denen die übergroße Mehrzahl aus Hoyerswerda stammt - ich möchte Frau Faßl nicht vorgreifen aber ich darf bereits jetzt meinen herzlichen Dank für dieses große Engagement der Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda aussprechen - als Oberbürgermeister und als Schirmherr der Brigitte-Reimann-Wettbewerbe freue ich mich außerordentlich, dass mit dem entstehenden Kunstwerk eine weitere Form der Ehrung für die Schriftstellerin Brigitte Reimann in Hoyerswerda Wirklichkeit wird - ich bin sicher, die „Große Liegende“ würde ihr auch sehr gefallen. Vielen Dank.
Hoyerswerda bildet Reimann-Netz
Die Erinnerung an Brigitte Reimann verbindet immer mehr Menschen in zahlreichen Städten und unterschiedlichen Regionen. Der Freundeskreis der Künste und Literatur, heute der Hoyerswerdaer Kunstverein, weiß sich seit seiner Gründung vor fast 50 Jahren mit der Autorin verbunden. Sie führte in diesem Kreis das erste Schriftsteller-Gespräch, dem in Hoyerswerda seither mehr als 650 Begegnungen mit illustren Schreibern des In- und Auslandes folgten. Um von diesen Begegnungen mit berühmten und damals jungen Autoren zu erzählen, wird der Kunstverein jetzt in verschiedene Orte gerufen: Ende Januar ins Kurbad Sassendorf (NRW), im Februar nach Burg, die Geburtsstadt der Autorin. Im März stellt Ines Burdow, Berlin, ihr neustes Feature zu Brigitte Reimann vor. Ihr folgt eine Lesung in Dresden. Im April erleben wir im Schloss eine Buchpremiere mit der jungen Autorin Christina Onnasch, Erfurt, „Lebenswege der Brigitte Reimann“. Damit wird unsere einstige Mitbürgerin in einer Buchreihe berühmter Schriftsteller präsentiert. Im Mai erscheint erstmals der Briefwechsel zwischen Brigitte Reimann und Siegfried Pitschmann, entdeckt und heraus gegeben von Kristina Stella aus Kronberg/Taunus. Die Hoyerswerdaer Freunde der Schriftstellerin sind hingegen mit einem Filmabend und einer Lesung in Sassendorf. Im Juni gestaltet der Kunstverein in Burg eine Konferenz zum Werk der Autorin mit. In Hoyerswerda wird die junge Film-Dokumentaristin Saskia Walker aus Berlin mit ihrem Filmprojekt „Auf den Spuren Brigitte Reimanns in Moskau und Sibirien“ begrüßt. Am Ende jenes Monats ruft der Kunstverein gemeinsam mit dem Schirmherrn, Oberbürgermeister Stefan Skora, den 3. Brigitte Reimann-Wettbewerb fürjunge Leute aus. Im Juli erinnern wir an den 80. Geburtstag der Schriftstellerin, die seit nahezu vierzig Jahre den Namen Hoyerswerdas, „der Stadt der Franziska Linkerhand“, positiv in die Welt hinaus trägt, gleichsam ein „Netz“ von Verehrern der Autorin und unserer Stadt. Freunde und Partner erinnern Daher in diesem Jahr an sie mit einem Reimann-Zeichen im Zentral-Park der Neustadt. Der Kunstverein und seine Freunde folgen auch darin einem Wort der Autorin:“Ich bereue wenig von dem, was ich getan, aber viel von dem, was ich nicht getan habe“. Martin Schmidt
Vorbereitungen im neuen Zentralpark für das Brigitte-Reimann-Denkzeichen
Die Werbetafel, die im neuen Zentralpark den künftigen Standort des Reimann-Denkzeichens zierte, wurde demontiert. Pünktlich zum 80. Geburtstag von Brigitte Reimann, am 21. Juli 2013, soll die Einweihung stattfinden. Martin Schmidt: Das Reimann-Zeichen Aufschwebt die Tafel, um der Skulptur „Große Liegende“ – dem Zeichen, das an die Schriftstellerin Brigitte Reimann erinnern wird, Platz zu machen. Deren Freunde, die Verehrer ihrer Bücher, Hoyerswerdas Mitbürger und Spender aus fernen Städten und Ländern trugen zusammen, damit dieser Künstlerin gedacht wird. Sie lebte hier ihre künstlerisch wichtigsten Jahre und trägt mit dem Roman „Franziska Linkerhand“ seit vierzig Jahren den Namen Hoyerswerda in die Welt hinaus. Wer immer auf den Stühlen in diesem neuen Park ruhen mag, sich schöner Stunden entsinnen, von solchen erzählen wird oder von dem Fleiß, mit dem die „Stadt der Franziska Linkerhand“ einst gebaut wurde, vergesse nicht die Stimme der Autorin. Sie mahnte, eine liebenswerte, moderne, kulturvolle Stadt zu schaffen, deren Miteinander vor allem von den Bürgern gestaltet wird. Das Reimann- Zeichen ermutige auch künftig Generationen, ihre Phantasie, ihre Ideen, ihren Willen für menschlich-freundliches Miteinander in dieser Stadt einzusetzen. Möge unter den Bäumen im Park beider - Brigitte Reimanns und der Stadt Hoyerswerdas – mit Zuneigung gedacht werden. Die Zukunft muss ständig neu gestaltet werden.
Zusammenarbeit von Hoyerswerda, Burg und Neubrandenburg im Reimann-Jahr und weitere gemeinsame Alktivitäten
Brief von Hans-Wolfgang Lesch vom 13.03.2013 an den Kunstverein Hoyerswerda:
Lieber Herr Schmidt, Ganz herzlich möchte ich mich bei Ihnen, Ihrer lieben Frau und Ihren beiden Mitarbeiterinnen sowie Herrn Schult für die freundliche Aufnahme und Betreuung bedanken; bei Ihnen ganz besonders dafür, dass Sie mir so viel Zeit gewidmet haben! Ich habe den 07.03. genutzt, um anhand Ihres "Spaziergangsprogramms" alle Stationen "abzulaufen". Und es war einfach überwältigend! Ich habe es in einer parallelen Mail an Frau Potowski schon ausgesprochen: Ich bin außerordentlich beeindruckt davon, was Sie (Singular und Plural) in Hoyerswerda für das angemessene und würdige Andenken an Brigitte Reimann leisten. Ihr ehrenamtliches Engagement und die sichtbaren Erfolge Ihrer Arbeit sind gar nicht hoch genug einzuschätzen. Vielen Dank dafür! Das werde ich so auch dem Vorstand der Brigitte Reimann-Gesellschaft zu vermitteln versuchen, wenn wir das nächste Mal zusammenkommen. Und ich werde mich, wie Ihnen gegenüber schon geäußert, für eine Vertiefung der Beziehungen zwischen den drei "Institutionen" einsetzen, die sich dem Erbe der Brigitte Reimann verschrieben haben. Für mich bedeutet das konkret: 1. Mindestens ich, vielleicht auch mehr Personen, möchte(n) am 20./21.07. als Repräsentant(en) der Brigitte Reimann-Gesellschaft nach Hoyerswerda kommen, um an der Einweihung des "Denk-Mals" teilzunehmen. Ich bin auch gern bereit, dort einen Beitrag zu leisten, falls das gewünscht wird. 2. Ihre Idee, dass sich bei dieser Gelegenheit die drei "Vereine" auf begrenztem Raum nebeneinander präsentieren, finde ich großartig. Bitte treiben Sie das so voran, dass wir bald wissen, wieviel Raum uns zur Verfügung steht, um eine angemessene Darstellung der BRG geben zu können (Und natürlich hoffe ich, dass Burg auch "mitspielt"). 3. Für die Zukunft schlage ich vor, dass wir uns in unseren Aktivitäten, beginnend mit dem Jahr 2014, abstimmen. Ein Treffen in Berlin, am besten zum Jahresende 2013, würde uns gleichermaßen "belasten" und dafür ausreichen. Denn: Wir sollten nicht KONKURRIEREN, sondern KOOPERIEREN! Das würde uns allen helfen, oder, wie mein großes Vorbild Brecht gesagt hat: "Dadurch wären wir alle geehrt." In diesem Sinne bedanke ich mich noch einmal bei Ihnen, bei Ihrer Frau für die Einladung zu Kaffee und Kuchen, und bei all Ihren MitarbeiterInnen! Möge es ein gutes Jahr der Erinnerung an Brigitte Reimann werden! Mit den besten Wünschen für Sie alle und herzlichen Grüßen Ihr Hans-Wolfgang Lesch Hans-Wolfgang Lesch ist Lehrbeauftragter für deutsche Sprach an der Universität Lüneburg (im Ruhestand) und Vorstandmitglied der Brigitte-Reimann-Gesellschaft Neubrandenburg
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 25. April 2013 um 07:06 Uhr